Pressespiegel 2004
Berliner Woche, 06. Mai 2004
Weg ins normale Leben
Therapie in einem Mariendorfer Einfamilienhaus Mariendorf. Heike (16) ist suizidgefährdet, Martina (17) hatte „familiäre Probleme“ und Cathy (19) möchte nicht erzählen, warum sie bei „Steg“ eingezogen ist. Drei von insgesamt sechs Jugendlichen, die Anfang des Jahres gemeinsam ein Einfamilienreihenhaus in Mariendorf bezogen haben. Im Januar hat „der Steg“ eine weitere therapeutische Jugendwohngruppe für 12- bis 18- jährige Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen in der Fritz-Werner-Straße eröffnet. Vergangene Woche wurde die offizielle Einweihung dieser Spezialeinrichtung gefeiert. Berlinweit betreibt der 1993 gegründete Verein damit mittlerweile fünf Einfamilienhäuser, in denen die jeweils sechsköpfigen Bewohnergruppen rund um die Uhr von Erziehern, Psychologen und Sozialarbeitern betreut werden. Ziel des Vereins ist es, jungen Menschen, die Probleme haben und an Ängsten und Zwängen leiden, einen „Steg“ ins normale Leben zu bauen. „Wenn nach seelischen Krisen ein Verblieb oder die Rückkehr ins Elternhaus nicht förderlich ist, ist der Einzug in eine therapeutische Jugendwohngruppe ein Ausweg“, so der Mariendorfer Projektleiter Thomas Girnth, und Steg-Geschäftsführer Ernst Keim fügt hinzu: „Die Aufnahme erfolgt auf freiwilliger Basis in Zusammenarbeit mit den Eltern, dem Jugendamt und der beteiligten Klinik.“ In der Regel bleiben die Kinder und Jugendlichen durchschnittlich ein halbes Jahr in der Gruppe.
HDK
